Silkandpaper

August 30, 2007

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wirst du jemals

 

wirst du
meine worte
jemals bewahren?
oder vergräbst du sie
tief im angehaltenem Atem
deiner nie gelebten sehnsucht?

 

unerschütterlich
werde ich daran glauben…
dass du an der verletzlichkeit des
lichtes die nacht erkennst und den tag.

 

verschwenderische
sprache ,die wie ein quell dir nachspürt,
……doch sie stillt nicht den durst der liebe

 

 

.

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Wie jedes Gedicht hatte auch dieses
sein Leben vorher…
es erwachte aus der Schamhaftigkeit
jener ersten Berührung Deiner Hände
auf meinem Gesicht

 

Warm und voller Begehren
wissen zu wollen,
erwanderten die Fingerspitzen
die verschwiegenen Geheimnisse
nächtlicher Stunden,
und in trügerischer Sicherheit
wiegte sich mein Atem.

 

Die Klänge aller Worte
versanken im Dunkel Deiner Augen,
die wie das Schimmern im Brunnen mich anlockten
um dann im Echo der fallenden Steine
sich wiederzufinden.

 

Der leise Refrain, der Wiederholung müde
setzte den Pausen das Ende voran
und Deine Wimpern, die wie ein Vorhang aus
schwarzer Seide verbargen,
wie im Strudel der letzten Sekunden
das Mosaik all deiner Leben
im Nichts verschwand.

 

Wie jedes Gedicht hat auch dieses sein Leben danach.
Es legt sich ruhend in die Schwärze der Tinte
und überdauert die letzten Worte und auch Dich.
Auf meinem Gesicht.

 

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Das Rot zuletzt

 

Das Sommerschiff vertäuen sollt‘ ich . In den Hafen legen
Es schwimmt mir sonst davon im Herbst. Ertrinkt
im grauen Meer der tausend Tropfen schwerer Regen
Nimmt alle bunten Verse mit zum Ozean. Versinkt…

 

Der Berg ist weit, an dem mein Schiff zerschellen kann
Noch sehe ich das grüne Blau der Wellen, keine Gischt.
Die Hand zur Linken lotet alle Tiefen aus , ist Steuermann
Die Rechte schreibt – und kennt den Hafen trotzdem nicht.

 

Auf schwarzen Wellen reitet jetzt der Herbst. Er täuscht in Farben
Grün für das Meer der Worte ; der erste Raureif bringt den weißen Tod,
das blaue Firnament am Mittag wiegt die gelben Garben,
braun lügt die müde Erde uns mit welken Blättern. Und zuletzt das Rot…

 

 

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das kühle marmorlinienblaue firnament…
diese durchsichtige mauer aus luft und raum.
die unsichtbaren fäden der gravitation
gaukeln mir ein wunder in meine augen

 

daß dieser mond wie ein fenster sei,
hellgelb erleuchtet und nun
zieht er mich tief
in sein licht hinein.

 

kein fensterrahmen ist vorhanden,
der ihn umschließen kann in seinem stillen rund.
nur dieser wolkenvorhang, leicht und fast zerschlissen
deckt kühlend meine träume zu.

 

 

.

 

 

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Sommernacht

 

Wie eine gelbe Melone
so legt sich der Mond heut’ im Himmel zurecht.

 

Zuckersüß lächelt er
und spuckt seine Kerne zu uns herunter.

 

Sternschnuppen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wie ein warmer Atem,
dieser Sommer,
der wie Schwebeteilchen
Auf dem Zifferblatt
meiner Zeit tanzt.


Melancholie und Heiterkeit
schwingen sich auf
zum Reigen im Kornblumenfeld.
Und verlieren sich
im Wetterleuchten.

Gefunden und verloren,
den Fussabdruck
der Vergänglichkeit .
Nun sehe ich ihn
Am Himmel meines Lebens.

Die Wiese , das grüne Wissen
um die Jahreszeiten…
Sie bettet mich und
Lässt mich auch Atem sein
von dieser Erde.

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Vorbeigehen
Am gewesenen Ich
Am Licht, am Dunkel
Am Abgrund ,dem süßen,
der verlockend mich
mitriß ins Uferlose
der einen Liebe.

Vorübergehen
Aus den Augenwinkeln
den Schatten, die Menschen
sehen, die eilen und stehen,
die mich berühren,
für Sekunden mich streifen
wie ein Hauch.

Dahingehen.
Zum Selbstsein,
zum sich und zu Dir
Über Gipfel und Brache,
in der die Fülle zu viel und
die Leere zu wenig
im Nichts sind .

Davongehen.
Von uns und der Zeit.
Vom Wind, der uns streifte,
vom tröstenden Baum.
Über den Rasen, verdorrt.
Der von den Worten
nicht grünen wird.

Hinweggehen über
sinnleere Fragen der Welt,
die das Luftschiff verankern
am trockenen Boden.
Nur die schäumende See
trägt unsichtbar das Salz
meines Körpers mit sich..

Hindurchgehen durch
Dich und durch mich.
Durch das Sehnsuchtsvolle.
Durch den Klang und
die Farben der Gebirge
durch seichte Wasser-
und der Strom fließt zum Meer.

Hinübergehen, auf dem
kenternden Boot des Lebens
die Fracht meines Seins
behüten und halten und
am anderen Ufer
die Verschnürungen lösen,
im murmelnden Sand.

Hinzugehen auf die
Bläue des Lichts,
auf das Zittern Deiner Lippen,
auf Dich und auf den
Kontinent , der nie erkundet ,
hell in seiner Wildheit
auflacht. Und weiterlebt.

Mitgehen mit dem Sturm.
Nicht die Sanduhr sein,
die umschließt und Zeit zählt.
Mit Dir auf den Wolken
des Lebens reiten… überall
könnten wir der
Sand im Getriebe sein.

Gespeichert unter: sprach-RÄUME lyrik — silkandpaper @ 9:44

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liebe
fragt nicht
nach ferne
oder
nach nähe
sie umfängt dich
gegenwärtig
und selbst noch im sturz
weißt du
sie hält dich fest
.

August 29, 2007

billie holiday

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für nostalgische stunden…ein gutes glas wein, eine stunde in der dämmerung und dann- billie holiday- perfekt…

billie holiday -autumn in new york

Gespeichert unter: KLANGsprache — silkandpaper @ 4:39

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